• Ehe- und Familienrecht

Das Ehe- und Familienrecht

  

Das Familienrecht enthält Regelungen der Rechtsverhältnisse der durch Ehe, Lebenspartnerschaft, Familie und Verwandtschaft verbundenen Personen. Die Familie selbst ist ein Bereich, der besonderem Schutz bedarf. Die betroffenen Themen müssen demnach mit Sorgfalt und Bedacht behandelt werden, um mögliche Überraschungen zu vermeiden. Dabei unterstützen wir Sie gerne! 

Aktuelles über das Ehe-/Familienrecht finden Sie in unserem Blog >>

Unsere Spezialistin für familienrechtliche Angelegenheiten

 

Frau RAin Maraike Schätzlein

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Unsere Gebiete im Ehe- und Familienrecht

Ehe
  • Eherecht (Güterrecht, Zugewinnausgleich etc.)
    Neben der romantischen Seite der Ehe gibt es umfangreiche rechtliche Regelungen, die bei einer Ehe berücksichtigt werden müssen wie z.B. die Voraussetzungen einer Ehe oder einer eingetragenen Lebensgemeinschaft. Auch über das eheliche Güterrecht muss bestimmt werden. Was passiert mit dem während der Ehe erworbenen Vermögen im Falle einer Trennung? Wurde Gütergemeinschaft oder Gütertrennung vereinbart? Oder leben Sie in gesetzlichem Güterstand der Zugewinngemeinschaft? All das sind Fragen, mit denen sich die rechtliche Seite der Ehe beschäftigen muss.
  • Ehevertrag 
    Vertrag zwischen Ehepartner / Lebenspartner, der die Vermögensverhältnisse und allgemeine güterrechtliche Verhältnisse während der Ehe bzw. im Falle einer Scheidung regelt. Dies kann individuell vereinbart werden.

Nach einer Trennung bzw. Scheidung müssen einige grundlegende Entscheidungen getroffen werden. Dazu gehört: Wer bekommt die Ehewohnung und was passiert mit dem Hausrat?
Im Folgenden werden wir Ihnen einige Anhaltpunkte dazu geben. Kann keine Einigung erreicht werden, so muss dies gerichtlich und einzelfallbezogen entschieden werden.

Nach der Trennung und vor der rechtlichen Scheidung

Zu diesem Zeitpunkt wird eine vorläufige Regelung getroffen, die dann mit der Scheidung erlischt und neu verhandelt werden muss. Generell gilt:

  • Gegenstände im Alleineigentum
    Gegenstände, die sich im Alleineigentum eines Ehepartners befinden, können von diesem herausverlangt werden. Eine Ausnahme besteht dabei, wenn Dinge zur Führung des Haushalts, insbesondere zum Wohle der Kinder, notwendig sind. Diese müssen, in einem solchen Fall, dem Anderen zum Gebrauch überlassen werden (Bsp.: das Familienauto).

  • Gemeinsame Haushaltsgegenstände
    Die gemeinsamen Haushaltsgegenstände werden nach den Grundsätzen der Billigkeit verteilt. Auch hier ist entscheidend, welche Gegenstände für den Einen notwendiger sind, als für den Anderen.

  • Ehewohnung
    Bei der Ehewohnung wird bei einer unmöglichen Einigung der Eheleute, bezüglich des Einzelfalls entschieden. Liegt beispielsweise eine unbillige Härte des einen Ehepartner vor, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen, so wird ihm diese überlassen. Zudem wird auch hier auf das Kindeswohl geachtet. Generell kann der Ehepartner in der Wohnung bleiben, bei dem die Kinder leben.

Nach der Scheidung

  • Gegenstände
    Bezüglich der Gegenstände, dürfen nur noch diejenigen verteilt werden, die den Ehepartnern gemeinsam gehören oder, falls sie im Alleineigentum stehen, als gemeinsame Haushaltsgegenstände gelten. Dabei muss beachtet werden, welcher Ehepartner z.B. bzgl. der Haushaltsgegenstände, mehr auf diese angewiesen ist. Die Regel ist es, dass derjenige, der das Sorgerecht der gemeinsamen Kinder innehat und bei dem diese auch leben, die Haushaltsgegenstände, die er für deren Versorgung benötigt, erhält.

  • Ehewohnung
    Nach der Scheidung erhält die Ehewohnung generell der Alleineigentümer. Hier kann jedoch zur Vermeidung einer unbilligen Härte, insbesondere im Hinblick auf die gemeinsamen Kinder, zugunsten des anderen Partner entschieden werden.
    Sind beide Miteigentümer der Wohnung, so ist die Zuweisung nach Billigkeit zu regeln. Wird sie einem Ehepartner zugewiesen, so muss ein Mietverhältnis mit dem Anderen begründet werden. Sind die geschiedenen Partner nur Mieter, so wird auch hier nach dem Grundsatz der Billigkeit entschieden, wer in der Wohnung lebt. Dies muss danach dem Vermieter unterrichtet werden.

 

Eine Scheidung und die darauffolgende Zuweisung des Hausrats bzw. der Ehewohnung stellt eine individuelle Angelegenheit dar. Somit muss oftmals unter Betrachtung des Einzelfalls entschieden werden, welche Gegenstände welcher Person zugewiesen werden. Sie haben dazu Fragen? Wir beraten Sie gerne.

Nach der Trennung fallen für den einen oder anderen Teil verschiedene Zahlungen an, um u.a. das Kindeswohl zu garantieren.

Dabei handelt es sich um:

Kinderunterhalt

Jeder Ehepartner / Jeder Elternteil ist für das Wohl des Kindes und dessen Versorgung zuständig.

  • Natureller Unterhalt (Verpflegung, Kleidung etc.)
    Der Unterhalt eines Kindes kann durch Naturalien in Form von Verpflegung, Kleidung etc. abgedeckt sein. Bsp.: Das Kind lebt bei einem Ehepartner / Elternteil.

  • Barunterhalt (Düsseldorfer Tabelle als Richtwert)
    Der Barunterhalt ist die Beihilfe zur Versorgung in Form von Geld. Dazu dient die Düsseldorfer Tabelle als Richtwert. Bsp.: Lebt das Kind beim anderen Elternteil, so hat man die Pflicht einen bestimmten Geldbetrag zu leisten, um die Versorgung des Kindes zu unterstützen und zu garantieren.

    Düsseldorfer Tabelle (Stand: 01.01.2016) >>

          NEU: Düsseldorfer Tabelle (Stand: 01.01.2017) >>

 

Trennungsunterhalt

Vor der eigentlichen Scheidung steht dem finanziell schlechter gestellten Ehepartner eine Finanzspritze des besser verdienenden Partners, in Form eines Trennungsunterhaltes, zu. Dies bemisst sich meist nach den ehelichen Lebensverhältnissen.

Nachehelicher Unterhalt

Im Falle einer vollzogenen Scheidung kann es sein, dass einer Partei ein nachehelicher Unterhalt zusteht. Dies ist z.B. aufgrund einer vorherigen Arbeitsteilung bezüglich Haushalt / Job von Nöten, die jeweils Vor- und Nachteile mit sich bringt. Auch hier bemisst sich der Unterhalt nach den damaligen ehelichen Lebensverhältnissen. Eine vorherige Bestimmung kann in einem Ehevertrag individuell vereinbart werden (Ehevertrag s.o.).

Ihr Partner und Sie haben sich getrennt! Es kommt zur Scheidung..."Hilfe - was nun?"

Meist kann man in einer solchen, von Emotionen geprägten Situation, keinen klaren Kopf behalten.

Jedoch kommen auf die betroffenen Personen, zum Zeitpunkt einer Scheidung, Probleme und rechtliche Fragen zu, die von einem Laien nicht alle sofort erkennbar und schwierig alleine zu lösen sind. Es stellen sich vor allem Fragen rund um die gemeinsamen Kinder, der ehelichen Wohnung bzw. dem gemeinsamen Haus oder den nachfolgenden Zahlungen.

Dementsprechende Rechtsfragen sollten sorgfältig und schnellstmöglichst besprochen werden, um mögliche Überraschungen zu vermeiden.

Wir möchten Ihnen helfen, diesen Weg zu meistern! Sprechen Sie uns an - gemeinsam finden wir die für Sie passende Lösung.

Die elterliche Sorge, auch bekannt als Sorgerecht, umfasst das Recht und die Pflicht sich um ein Kind zu sorgen. Dabei steht die Erziehung, die Beaufichtigung, die Aufenthaltsbestimmung, die Fürsorge und der Schutz des Kindes im Vordergrund.

Grundsätzlich sind für ein Kind beide Elternteile in Bezug auf das Sorgerecht verpflichtet. Beide entscheiden im Einvernehmen über Angelegenheiten des Kindes.

Leben diese aber nicht zusammen, so ist geregelt, dass bei einem gemeinsamen Sorgerecht nur noch Entscheidungen, die für das Kind von erheblicher Bedeutung sind, gemeinsam getroffen werden müssen.

Möchte man für das Kind das alleinige Sorgerecht beantragen, so sind bei der Entscheidung verschiedene Kriterien zu beachten:

- Welcher Ehegatte hat mehr Zeit hat und ist besser in der Lage, das Kind zu fördern?
- Wo leben die Geschwister? Wo ist das soziale Umfeld?
- Bei wem will das Kind leben?
- etc.

Welche Punkte muss ich bei einem gemeinsamen Sorgerecht beachten? Kann ich das alleinige Sorgerecht für mein Kind beantragen?

Wir Stehen Ihnen bei Ihren Fragen zur Verfügung!

Jedes Kind hat gesetzlich ein Recht auf Umgang mit den Eltern.

Leben bzw. sind die Eltern eines oder mehrerer Kinder getrennt, so muss geregelt werden, bei welchem Elternteil der Nachwuchs wohnt und wie der Umgang (unabhängig vom Sorgerecht) mit dem anderen Elternteil geregelt wird.

Doch wie regelt sich das Umgangsrecht?

Eine universal anzuwendende Umgangsregelung gibt es  nicht, da jedes Kind individuelle Bedürfnisse hat. Somit müssen die Eltern eine individuelle Vereinbarung treffen (Bsp. 50 % der Zeit bei einem Elternteil, 50% der Zeit beim Anderen).
Finden die Eltern des Kindes keine Lösung für den Umgang des Kindes, so muss das Familiengericht entscheiden, wie die Umgangsregeln ausgestaltet sind.

Das Wichtigste ist: Der Umgang muss dem Kindeswohl entsprechen!

Generell ist dabei das Alter und die Stärke des Kindes, die Nähe zu den Elternteilen, die Distanz der beiden Wohnorte etc. zu beachten. Je nach Regelungen kann der Umgangsberechtigte auch Feiertage und Urlaube mit dem Kind verbringen.
Auch kann das Umgangsrecht eines Elternteils ausgeschlossen werden. Dabei sind jedoch gravierende Umstände von Nöten, die das Kindeswohl beeinträchtigen.


Wir würden Ihnen gerne bei der Gestaltung der Umgangsregelung helfen - dies ist auch im Rahmen einer Mediation mit dem anderen Elternteil möglich. Kommen Sie gerne auf uns zu!